Auf unserem Treffen im Mai hatten wir neben einem Stammtisch zum Informations- und Erfahrungsaustausch noch eine überaus interessante Diskussionsrunde. Ein Thema war, ob bloggen noch lohnt oder man besser komplett in die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Xing und Google+ wechseln soll. Nachdem auch einige Blogger anwesend waren konnten die Vor- und Nachteile, die Usability und der jeweilige Workflow lebhaft besprochen werden. Anschließend blieb noch Zeit über ein mögliches Low-Budget iPhone von Apple und das neue Software-Konzept bei Adobe zu diskutieren. Stephan Behr von der Photoshop User Group München berichtete brandaktuell von den neuen Funktionen in den kommenden Versionen der Creative Cloud.
Auf der 50plus-Messe im MOC habe ich am Stand von mStore Stefan Eckelmann angetroffen. Er will uns ab sofort das vierteljährlich erscheinende M-Magazin regelmäßig zukommen lassen. Das Magazin informiert auf 100 Seiten über den Lifestyle und die Emotionen, die Apple-Produkte in jedem einzelnen heutzutage wecken. Dazu präsentiert es in anspruchsvoller und stylischer Aufmachung Trends, Hintergründe und Informationen für Trendsetter. Darüber hinaus zeigt Deutschlands auflagenstärkstes Magazin im Premium-Reseller-Bereich Lösungswege auf, gibt Tipps und zeigt Anwendungsbeispiele für Hardware und das passende Zubehör. Im Vordergrund stehen dabei immer die User. Im typischen Apple-Style werden so Produkte, Tipps und Lösungen elegant und hochwertig präsentiert. Die Hefte legen wir auf unseren Treffen aus.
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Auf dem 90. Münchner Mac-Treff am Mittwoch, den 13. März 2013, wird uns Bastian Wölfle von Boinx die neuen Features, darunter besonders die Maskierung, in FotoMagico 4.2 zeigen. FotoMagico erlaubt, Fotos zusammen mit Filmen, Texten, Musik und hochwertigen Übergängen in einer Präsentation zu vermischen. Mit der neuen Ebenenfunktion können Bilder, Texte und Videos zu spektakulären Kompositionen zusammengestellt werden. Neulinge und erfahrene Anwender dürfen sich über die Zeitleisten-Ansicht freuen, in der Änderungen in der Bildspur mit größter Genauigkeit vorgenommen werden können. Mit der Darstellung der Tonspur in Wellenform wird hingegen die präzise Abstimmung von Bild- und Tonspur einfach. Die Teilnahme am Vortrag ist wie immer kostenlos.
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Review: Kerio Workspace-Vortrag
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Wieder geht ein interessantes Jahr für unsere Usergroup zu Ende. Ein Jahr, auf das es sich lohnt zurückzublicken:
Januar
Auf dem 76. Treffen zeigte uns Carsten Lemmen “Wie iTunes Match funktioniert”
Februar
77. Treffen: Stammtisch zum Informations- und Erfahrungsaustausch
März
78. Treffen: Vortrag “Dragon Dictate für Mac” mit Martin Held von Nuance
April
79. Treffen: Stammtisch zum Informations- und Erfahrungsaustausch
Mai
80. Treffen: Vortrag “Filemaker Pro 12″ mit Michael Valentin von Filemaker
Juni
81. Treffen: Stammtisch mit Besprechung der auf der WWDC-Keynote vorgestellten Neuheiten
Juli
82. Treffen: Vortrag “Das Cinema EOS System” mit Dieter Küpperbusch von CANON Deutschland
August
83. Treffen: Stammtisch zum Informations- und Erfahrungsaustausch im Biergarten
September
84. Treffen: Vortrag “Photoshop CS6″ mit Karsten Rose von der Photoshop User Group Munich. Von diesem Abend gibt es auch ein Video auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.
Oktober
85. Treffen: Vortrag “iPhone 5 mit iOS 6″ mit dem bekannten Buchautor Dipl. Ing. Anton Ochsenkühn
November
86. Treffen: Vortrag “Videoschnitt mit dem iPad und Final Cut Pro X” mit Klaus König und Konstantin Sautier
Dezember
87. Treffen: Stammtisch mit Weihnachtstombola zusammen mit der Photoshop Group Munich.
Wir danken allen, die in diesem Jahr beim Mac-Treff München mitgewirkt haben und freuen uns auf ein neues, spannendes Apple-Jahr!
In den schlechten alten Zeiten für die Apple-User, von denen mancher meint, es waren die guten, also Mitte der 90er, hatte sich in meinem Bekanntenkreis dieses Ereignis zugetragen:
Ein älterer Herr aus dem karitativen Umfeld hat ein Problem mit seinem privat genutzten Macintosh Performa. Er fährt die 50 km zum nächsten Apple Händler, ein typischer Händler zu dieser Zeit, Kundschaft primär aus Druckvorstufe und Grafik-Design. Nachdem er sich an der Rezeption angemeldet hatte, wird er in einen Warteraum gebeten und nach einiger Zeit wird ihm avisiert, ein Herr Dr.-Ing. [Name] würde sich bald seines Problems annehmen wollen. Ob des teuer wirkenden Ambientes und der vermuteten Hochqualifikation des angekündigten Gesprächspartners traut er sich nicht, seine Frage zu stellen und schleicht sich heimlich davon.
Dann kam Gravis, o.k., es gab sie schon seit 1988, aber so richtig erfolgreich wurden sie 10 Jahre später, weil sie parallel zu Apple unter dem rückgekehrten Jobs auf den Consumer Markt gesetzt hatten. Freundliche Läden mit mäßig freundlichen jungen Verkäufern, akzeptablen Preisen und in den Stadtzentren vertreten. Wer geduldig war konnte auch was zum Reparieren abgeben und wer sehr geduldig war, auch etwas an der Kasse bezahlen. Das Kassensystem war wohl das langsamste der Welt. In den Nuller-Jahren hatte Gravis dann ein beeindruckendes Wachstum hingelegt, genau wie Apple in der Vor-iPhone-Ära, d.h. deutlich, aber nicht explosionsartig. Die Münchener Vertretung von Gravis wuchs deutlich bei zwei Umzügen von der Dachauer- in die Lindwurmstraße und schließlich ins Tal.
Dann, nochmal 10 Jahre später, kamen die Apple Stores und die Kunden lieben das Original. Eine spürbare Verdrängung kann niemand verleugnen, die Laufkundschaft, die man bei Gravis im Tal beobachtet, ist gefühlt sicherlich nicht 1/10 so groß wie in der Rosenstraße im Apple Store. Gravis ist weder der Preis- noch der Qualitätsführer in der Branche. Nochmehr Consumer-Ausrichtung geht auch nicht. Ehrlich gesagt, mich hätte mittelfristig eine Pleite nicht gewundert und erst recht nicht, wenn Apple selber kriseln sollte.
Jetzt nimmt sich Freenet der Sache an, ein Mobilfunk-Reseller schluckt den Apple-Retailer. Kann das gutgehen? Vielleicht. Ein mobliles Endgerät von Apple (vielleicht passt ja sogar in ein künftiges MacBook noch eine Nano-SIM) und einen attraktiven Mobilfunkvertrag im Bundle, das könnte schon gehen. Die Atmosphäre in einem Gravis ist schließlich eine Spur angenehmer als in den Neonlicht-1€-Shop-Lookalike-Verkaufsbuden der Mobilfunk-Provider. Hoffentlich gibt sich das Verkaufspersonal nicht wie das Mitglied einer Drücker-Kolonne.
Wünschen wir dem Unterfangen, unter Berücksichtigung des Weihnachtsfriedens, mal viel Glück.
Carsten Lemmen
Nachtrag von Konstantin Sautier:
Final Cut Pro X ist ein höchst innovatives Programm, zumindest aus der Sicht des “Classic”-FCP-Nutzers. Unter der zunächst simplen Benutzeroberfläche verbergen sich vielfältige Features. Durch einige Updates (aktuell 10.0.6) ist Vieles hinzugekommen, das nicht nur der “Profi” zunächst vermisst hat: externes Video-Monitoring, Wiederfinden/erneut Verknüpfen von verlorenen Clips (ganz wichtig!), Exportieren von Teilbereichen der Timeline und, und, und…
Wer sollte sich Final Cut Pro-X holen?
Natürlich kann man gleich mit FCP-X einsteigen. Wenn man schon vorher weiss, dass einem iMovie nicht genügen wird, ist das durchaus sinnvoll.
Wer bereits iMovie einsetzt und dabei an die Grenzen der Möglichkeiten stösst, für den ist FCP-X eine hervorragende Option. Mit der Benutzeroberfläche wird er schon teilweise vertraut sein. iMovie-Projekte können übernommen werden. Die strukturelle Aufteilung in “Ereignisse” und “Projekte” ist für den iMovie-Benutzer nichts Neues. FCP-X als Pro-Version von iMovie zu bezeichnen, ist allerdings auch Unsinn. Umlernen bleibt dem Umsteiger nicht erspart! Die Tastaturbefehle sind ganz Andere und die Handhabung der Clips in der Timeline ebenfalls total anders.
Wer bisher das klassische FCP-Studio oder -Express nutzt, für den erfordert FCP-X ebenfalls Umlernen und Umdenken. FCP alt und neu sind völlig unterschiedliche Programme. Bisherige FCP-Projekte können nicht, oder nur mit Spezialsoftware importiert werden.
Es wird niemand zum Umsteigen gezwungen – man kann mit dem “alten” FCP 7 vermutlich noch eine Weile weiter arbeiten, nur wird es leider nicht mehr aktualisiert.
Neugierde (das wars bei mir), oder bestimmte Features können aber Grund genug sein sein, sich mit FCP-X auseinanderzusetzen. Vorteile sehe ich z.B. in den Bereichen Retiming/Geschwindigkeitsänderung, Multikamera-Bearbeitung und Verschlagwortung. Auch die simpler gehaltene Benutzerobefläche und das Rendern im Hintergrund sind insgesamt eine gute Sache.
Die “Magnetic-Timeline” – also dass z.B. beim Einfügen oder Verschieben eines Clips die anderen Clips wegflutschen und Platz machen, ist eines der angepriesenen Features von FCP-X. Ein derartiges Verhalten konnte man aber auch beim alten FCP erreichen. Wirklich innovativ und gewagt ist der Wegfall von festen Spuren – bei Überlagerungen rutscht alles dort hin, wo es Platz hat, möglichst nah an die Hauptspur (“primäre Handlung”). Aber insbesondere für den Ton machte es bisher Sinn, dezidierte Spuren für O-Ton, Kommentar, Musik usw. anzulegen oder auch für (Unter-)Titel. In FCP-X kann man den Clips derartige Funktionen zuweisen, aber eine übersichtliche Darstellung? Komfortabler Austausch mit Logic Pro? Mal sehen, was da noch kommt!
Mit dem Zusatzprogramm Motion eröffnen sich zusätzliche Dimensionen der Kreativität. Neben Compositings und Animationen ist das insbesondere die Möglichkeit, Filter, Übergänge, Titelvorlagen und sonstige Effekte für FCP-X zu kreieren oder zu modifizieren.
Alternativen
AVID Media Composer: Der Industriestandard schlechthin, insbesondere nach dem FCP-Fiasko von 2011, durch das Apple sicherlich viel Kundschaft im professionellen Sektor verloren hat. AVID ist nicht billig. Ich kenne die aktuellen Versionen nicht, aber früher war es auch immer ein bisschen DIVA, in Bezug auf Systemkonfiguration, User Interface und mit proprietärem Dateiformat.
Adobe Premiere Pro ähnelt dem klassischen FCP, galt aber lange Zeit als weniger komfortabel und sehr systembelastend. Das soll mit der aktuellen Version 6 wesentlich besser geworden sein. Gute Kompatibilität und komfortabler Datenaustausch zwischen den einzelnen Adobe-Programmen (Photoshop, Premiere, Audition, After Effects…) zu einem relativ günstigen Preis, wenn man es im Creative Suite Paket kauft oder mietet (Creative Cloud). Attraktiv vor allem für Fotografen, Web-/Mediendesigner und alle, die ohnehin mehrere Adobe-Apps brauchen. Die Light Version (Premiere Elements) hat viele Einschränkungen, über die man sich wahrscheinlich bald ärgern wird.
Einige gute Programme gibt es nur für Windows, z.B. Edius von Grass Valley/Canopus – hat übrigens ein paar FCP-X ähnliche Features, und das seit Jahren!
Von allen Programmen gibt’s kostenlose Testversionen für 3-4 Wochen. So lange sollte man sich auch Zeit nehmen für ein intensives Austesten jeder App (von FCP-X gibt’s die Testversion nicht über den Mac-App-Store, sondern über die Produkt-Website).
Egal welches Programm man nutzt, es werden immer wieder Fragen und Probleme auftauchen, mit denen man sich am besten an Kolleg/innen wendet.
Für Final Cut Pro gibt’s ein sehr hilfreiches, freundliches und gut moderiertes (!) Forum: finalcutprofi.de.
Einige von Euch arbeiten bereits mit FCP-X, und sicher kommen nach und nach Einige mehr hinzu. Ich fänds schön, wenn wir video-interessierten Leute vom Mac–Treff München uns stärker vernetzen, austauschen, gegenseitig helfen oder einfach mal Einblicke in aktuelle Projekte geben würden. Beim monatlichen Treffen oder bei Bedarf auch dazwischen.
Konstantin
ks@ksvision.de
Nützliche links (Auswahl):
apple.com/de/finalcutpro
help.apple.com/finalcutpro
finalcutprofi.de
englischsprachig:
dingdingmusic.com (hauptsächlich strukturelle Fragen)
larryjordan.biz (der nette FCP-Onkel in Kalifornien)
creativecow.net
Auf unserem 86. Treffen, am Mittwoch, den 14. November 2012, wird Videoschnitt unser Thema sein. Klaus König zeigt, wie man mit einer 6 Euro-App auf dem iPad Videos schneiden und exportieren kann. Im Anschluss führt Konstantin Sautier vor, wie man mit dem neuen Final Cut Pro X professionell Videos bearbeitet. Beginn ist um 19 Uhr. Wir treffen uns wie immer hier.
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