Review Final Cut Pro X-Vortrag

 

Nachtrag von Konstantin Sautier:

Final Cut Pro X ist ein höchst innovatives Programm, zumindest aus der Sicht des “Classic”-FCP-Nutzers. Unter der zunächst simplen Benutzeroberfläche verbergen sich vielfältige Features. Durch einige Updates (aktuell 10.0.6) ist Vieles hinzugekommen, das nicht nur der “Profi” zunächst vermisst hat: externes Video-Monitoring, Wiederfinden/erneut Verknüpfen von verlorenen Clips (ganz wichtig!), Exportieren von Teilbereichen der Timeline und, und, und…

Wer sollte sich Final Cut Pro-X holen?

Natürlich kann man gleich mit FCP-X einsteigen. Wenn man schon vorher weiss, dass einem iMovie nicht genügen wird, ist das durchaus sinnvoll.

Wer bereits iMovie einsetzt und dabei an die Grenzen der Möglichkeiten stösst, für den ist FCP-X eine hervorragende Option. Mit der Benutzeroberfläche wird er schon teilweise vertraut sein. iMovie-Projekte können übernommen werden. Die strukturelle Aufteilung in “Ereignisse” und “Projekte” ist für den iMovie-Benutzer nichts Neues. FCP-X als Pro-Version von iMovie zu bezeichnen, ist allerdings auch Unsinn. Umlernen bleibt dem Umsteiger nicht erspart! Die Tastaturbefehle sind ganz Andere und die Handhabung der Clips in der Timeline ebenfalls total anders.

Wer bisher das klassische FCP-Studio oder -Express nutzt, für den erfordert FCP-X ebenfalls Umlernen und Umdenken. FCP alt und neu sind völlig unterschiedliche Programme. Bisherige FCP-Projekte können nicht, oder nur mit Spezialsoftware importiert werden.

Es wird niemand zum Umsteigen gezwungen – man kann mit dem “alten” FCP 7 vermutlich noch eine Weile weiter arbeiten, nur wird es leider nicht mehr aktualisiert.

Neugierde (das wars bei mir), oder bestimmte Features können aber Grund genug sein sein, sich mit FCP-X auseinanderzusetzen. Vorteile sehe ich z.B. in den Bereichen Retiming/Geschwindigkeitsänderung, Multikamera-Bearbeitung und Verschlagwortung. Auch die simpler gehaltene Benutzerobefläche und das Rendern im Hintergrund sind insgesamt eine gute Sache.

Die “Magnetic-Timeline” – also dass z.B. beim Einfügen oder Verschieben eines Clips die anderen Clips wegflutschen und Platz machen, ist eines der angepriesenen Features von FCP-X. Ein derartiges Verhalten konnte man aber auch beim alten FCP erreichen. Wirklich innovativ und gewagt ist der Wegfall von festen Spuren – bei Überlagerungen rutscht alles dort hin, wo es Platz hat, möglichst nah an die Hauptspur (“primäre Handlung”). Aber insbesondere für den Ton machte es bisher Sinn, dezidierte Spuren für O-Ton, Kommentar, Musik usw. anzulegen oder auch für (Unter-)Titel. In FCP-X kann man den Clips derartige Funktionen zuweisen, aber eine übersichtliche Darstellung? Komfortabler Austausch mit Logic Pro? Mal sehen, was da noch kommt!

Mit dem Zusatzprogramm Motion eröffnen sich zusätzliche Dimensionen der Kreativität. Neben Compositings und Animationen ist das insbesondere die Möglichkeit, Filter, Übergänge, Titelvorlagen und sonstige Effekte für FCP-X zu kreieren oder zu modifizieren.

Alternativen

AVID Media Composer: Der Industriestandard schlechthin, insbesondere nach dem FCP-Fiasko von 2011, durch das Apple sicherlich viel Kundschaft im professionellen Sektor verloren hat. AVID ist nicht billig. Ich kenne die aktuellen Versionen nicht, aber früher war es auch immer ein bisschen DIVA, in Bezug auf Systemkonfiguration, User Interface und mit proprietärem Dateiformat.

Adobe Premiere Pro ähnelt dem klassischen FCP, galt aber lange Zeit als weniger komfortabel und sehr systembelastend. Das soll mit der aktuellen Version 6 wesentlich besser geworden sein. Gute Kompatibilität und komfortabler Datenaustausch zwischen den einzelnen Adobe-Programmen (Photoshop, Premiere, Audition, After Effects…) zu einem relativ günstigen Preis, wenn man es im Creative Suite Paket kauft oder mietet (Creative Cloud). Attraktiv vor allem für Fotografen, Web-/Mediendesigner und alle, die ohnehin mehrere Adobe-Apps brauchen. Die Light Version (Premiere Elements) hat viele Einschränkungen, über die man sich wahrscheinlich bald ärgern wird.

Einige gute Programme gibt es nur für Windows, z.B. Edius von Grass Valley/Canopus – hat übrigens ein paar FCP-X ähnliche Features, und das seit Jahren!

Von allen Programmen gibt’s kostenlose Testversionen für 3-4 Wochen. So lange sollte man sich auch Zeit nehmen für ein intensives Austesten jeder App (von FCP-X gibt’s die Testversion nicht über den Mac-App-Store, sondern über die Produkt-Website).

Egal welches Programm man nutzt, es werden immer wieder Fragen und Probleme auftauchen, mit denen man sich am besten an Kolleg/innen wendet.
Für Final Cut Pro gibt’s ein sehr hilfreiches, freundliches und gut moderiertes (!) Forum: finalcutprofi.de.

Einige von Euch arbeiten bereits mit FCP-X, und sicher kommen nach und nach Einige mehr hinzu. Ich fänds schön, wenn wir video-interessierten Leute vom Mac–Treff München uns stärker vernetzen, austauschen, gegenseitig helfen oder einfach mal Einblicke in aktuelle Projekte geben würden. Beim monatlichen Treffen oder bei Bedarf auch dazwischen.

Konstantin
ks@ksvision.de

Nützliche links (Auswahl):
apple.com/de/finalcutpro
help.apple.com/finalcutpro
finalcutprofi.de
englischsprachig:
dingdingmusic.com (hauptsächlich strukturelle Fragen)
larryjordan.biz (der nette FCP-Onkel in Kalifornien)
creativecow.net

Videobearbeitung auf dem iPad und Mac

Auf unserem 86. Treffen, am Mittwoch, den 14. November 2012, wird Videoschnitt unser Thema sein. Klaus König zeigt, wie man mit einer 6 Euro-App auf dem iPad Videos schneiden und exportieren kann. Im Anschluss führt Konstantin Sautier vor, wie man mit dem neuen Final Cut Pro X professionell Videos bearbeitet. Beginn ist um 19 Uhr. Wir treffen uns wie immer hier.

Schneller, dünner, leichter – das neue iPhone mit iOS 6

Mit dem iPhone 5 hat Apple das derzeit dünnste und wohl beste Smartphone der Welt vorgestellt. Der Verkauf läuft blendend. Jede Komponente des iPhones wurde komplett überarbeitet, um in das noch dünnere Gerät im Vergleich zum iPhone 4S zu passen. Auf dem 85. Treffen, am Mittwoch, den 10. Oktober 2012, wird der bekannte Buchautor Dipl. Ing. Anton Ochsenkühn in seinem Vortrag nicht nur das neue iPhone vorstellen, sondern er zeigt darüberhinaus viele nützliche Funktionen und Tricks, die mit iOS 6 – dem neuen mobilen Betriebssytem von Apple – möglich sind. Spannend wird es, wenn es darum geht, wie die neue iOS-Version auf älteren iGeräten genutzt werden kann. Was von den neuen Features funktioniert und was nicht. Wenn am Ende alle begeistert „Zugabe“ rufen, verlosen wir unter den Teilnehmern noch ein Buch über das neue iOS 6 vom amac-Verlag.

Das neue iPhone ist da!

Gestern Abend (MEZ) stellte Apple im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco das iPhone 5, die neuen iPods und die 11. Version von iTunes vor. Seit heute steht die Aufzeichnung der Präsentation auf dieser Seite als Stream zur Verfügung. Wie gewohnt gibt es die Keynote auch als Video-Podcast zum Herunterladen.

Nächstes Treffen: Photoshop CS 6

Photoshop CS6
Auf unserem Treffen am 12. September 2012 wird uns Karsten Rose von der Munich Photoshop User Group die wichtigsten Neuerungen in Adobe Photoshop CS6 vorstellen. Laut Adobe sollen diese unglaubliche Möglichkeiten der Bildbearbeitung ermöglichen. Wir dürfen also auf diesen Vortrag extrem gespannt sein. Wir treffen uns um 19 Uhr hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Tode von Scott McKenzie


Der Tod epochemachender Künstler hat in letzter Zeit Saison, jetzt hat es Scott McKenzie getroffen. O.k. letztlich ein One-Hit-Wonder mit „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“, so der vollständige Titel. Irgendwie aber mehr, denn es war die Hymne der Hippie-Bewegung und damit letztlich der mentalen Abgrenzung Nordkaliforniens vom Rest der USA, die Nachwirkungen aus der Zeit reichen zum Teil bis heute, trotz zeitweiser Republikaner-Regierung unter Schwarzenegger.

Erst die Hippie-Szene hat den Boden des Silicon Valley gedüngt, sodass dort nicht nur Früchte sondern auch Intel, Adobe, Xerox PARC, Oracle, Sun und natürlich Apple gedeihen konnte, allesamt Unternehmen, deren Gründer und führende Entwickler und Wissenschaftler mit der Hippie-Szene verwurzelt waren.

Auch wenn ich natürlich das San Francisco der 60er nicht kenne, auch in den späten 80er, als ich zum ersten Mal dort war, war der Geist des Flower Power zu spüren. Umweltschutz, Integration und Akzeptanz Homesexueller, Erhaltung und Wiederbelebung des öffentlichen Nahverkehrs, Erhaltung der Innenstadt als Ort zum leben, einkaufen und arbeiten, Szene-Viertel wie Haight-Ashbury, wo sonst in den USA findet man das?

Natürlich hat man Jahrzehnte nichts von Scott McKenzie gehört, trotzdem stimmt mich sein heutiger Tod traurig. Bleibt zu hoffen, dass mit ihm nicht das Erbe der Hippie-Bewegung zu Grabe getragen wird.

Traurige Grüße,
Carsten Lemmen

Fotografie als Handwerk

Unser Mac-Freund Josef Peintner ist vom Beruf Fotograf. Dies sogar mit Meisterbrief im Fotografenhandwerk. Heute eher eine Seltenheit in der Branche. Seit 1995 betreibt Josef in Gilching ein Fotostudio. Mit allem was dazu gehört, wie DSLRs von Canon, einer Hensel Studio Blitzanlage und Großformatdrucker. Für den Macintosh-Computer hat sich Josef entschieden, weil damals nahezu alle Grafikstudios mit Macs arbeiteten. Seinen ersten Mac kaufte er sich 1997. Einen Power Macintosh 9500. Ein Low End-Mac, der damals noch richtig teuer war. Josef arbeitet seit der Version 4 mit der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop. Als Profi verwendet er heute natürlich die Neueste, jetzt als CS6 bezeichnet. Auch sein Computer-Equipment ist weitesgehend aktuell. Glanzstück darunter ist ein 27″ großer iMac mit Intel Core i3 Prozessor. Den Arbeitsspeicher hat Josef auf 16 GB erweitert! Was selbst für sehr große Bilddateien ausreichend ist. Als Speichermedien verwendet er neuerdings eSata-Platten, die er über eine Icy Box Docking- und Klonstation mit USB 3-Schnittstelle an den iMac anschließt. Die ersten drei Jahre als selbstständiger Fotograf waren hart. In den Folgejahren hat sich Josef mit Portrait-, Architektur- und Industriefotos einen guten Namen machen können. Nicht zuletzt durch die exzellente Nachbearbeitung auf seinem Mac, die er sich größtenteils selbst beigebracht hat.

Apple: Der Berglöwe ist los…

200 neue Funktionen soll “Mountain Lion” enthalten. Sie alle auszuprobieren wird etwas dauern. Immerhin hat der Download geklappt – nach 5 Stunden war alles erledigt. Danach kam sofort ein iPhoto-Update mit nochmals ca. 2 GB. Also nochmals warten. Einige Funktionen, wie Erinnerungen, Notizen, Nachrichten sind schon ausprobiert. Etwas nervig wird es, wenn man das Update eines Fremdherstellers benötigt, wie von Smart Label Printer. Dies verweigert das Programm. Es hat etwas länger gedauert, bis ich die Einstellung gefunden hatte, damit Mountain bzw. Apple das nicht verweigert. Ein PLUS für den Preis! Vergünstigte iTunes-Karte kaufen für 20 anstatt 25 Euro, danach für 15,99 Euro laden.