Linux on Mac #1

macOS 26 „Tahoe“ wird voraussichtlich das letzte große Betriebssystem-Upgrade für Intel-Macs sein. Ab macOS 27 unterstützt Apple nur noch Macs mit Apple‑Silicon‑Chips (M-Serie). Was für Möglichkeiten gibt es für Besitzer von Intel-Macs? Neue Hardware anschaffen oder warten bis der Support für Sicherheitsupdates im Herbst 2028 von Apple eingestellt wird? Um die Entsorgung von ansonsten einwandfrei funktionierenden Computern zu vermeiden und auch wegen des Nachhaltigkeitsgedankens, kann man sich für alternative Betriebssysteme wie Linux entscheiden. Die Open Source Community bietet Distributionen mit Long-Term-Support (LTS) Updates an, die fünf Jahre Sicherheitsupdates gewährleisten!

Ein Projekt für eine Suchthilfeeinrichtung hat mich zu einem Versuch inspiriert. Aufgabe war es, eine Präsentation für einen Info-Monitor zu erstellen, die mit allen Betriebssystemen funktioniert. Ein altes MacBook Pro lag ungenutzt herum, perfekt für eine Weiterverwendung mit Linux. Zunächst mussten die Hardware-Voraussetzungen geschaffen werden. Mit einer drehenden Festplatte und 4 GB Arbeitsspeicher ist dieser Mac selbst für Linux nicht mehr leistungsstark genug. Deshalb habe ich eine SSD eingebaut und den RAM auf 8 GB erweitert. Das war bei dem ersten Unibody-Modell von 2008 relativ leicht, da man es einfach noch aufschrauben kann. Nur dass das MacBook sehr heiß wurde, konnte ich nicht selber beheben. Die Wärmeleitpaste tat nach 17 Jahren nicht mehr ihren Dienst und sollte erneuert werden. Dazu muss das MacBook Pro komplett zerlegt werden. Das traute ich mir dann doch nicht zu. Hier halfen mir die Elektronik-Spezialisten vom Anderwerk. Die installierten dann auch gleich ein Linux Mint auf den Rechner. Doch das Booten mit Mint dauerte sage und schreibe 5 Minuten! Das war selbst für einen geduldigen Menschen wie mich zu lang. Wie sich auch dieses Problem beheben liess und für welches von den über hunderten möglichen Linux-Distributionen ich mich entschieden habe, erfahrt ihr im 2. Teil meines Erfahrungsberichts.


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